in einem etwas helleren grünton

in a lighter tone of green

ist Teil eines Satzes aus einem in seine Einzelbuchstaben zerlegten Textes von Aleks Scholz.

Bestehend aus 21.314 plastischen Kunstoff Einzelbuchstaben, welche würden diese in die ihnen zugedachte Reihenfolge gebracht als abgeschlossener Text einen distanzierten Blick auf zwei nebeneinander liegende Häuser zeigen, von geologischen Vorgängen, von Bedrohlichkeiten und Gegensätzen erzählen.           Immer von oben betrachtet, ein Blick mit Nah und Fernsichten, der nur das Reale abbildet. Ohne ein einziges gesprochenes Wort der vorkommenden Protagonisten, deren Tagesabläufe sich räumlich auf zwei deutsche Vorgärten beschränken. In dem u.a. ein Zwergschnauzer lebt, der scheinbar über den Rasen gleitet, so als würde er seine Umgebung scannen. Beschreibt akustische Phänomene, Triviales wie die Farben der Außenwelt, der getragenen Arbeitskleidung oder einen spürbaren kurzfristigen Zustand wie das Wetter. Erzählt als Draufsicht, immer von außen betrachtet, als stiller Beobachter einer stillen Welt.

"in einem etwas helleren grünton" ist eine dreidimensionale Installation deren Einzelbestandteile nur mehr lose Baumaterialien der Sprache sind, ein plastisches loses Buchstabengeflecht, bestehend aus der genauen Anzahl der jeweiligen im Text vorhandenen Buchstaben (z.B. 3964 "e" etc), deren inhaltlich vorhandenen Bilder bzw. Bedeutungen im losen Verband weder sicht- noch lesbar sind. Ein Neu- Arrangieren der äußeren Erscheinungsform, ob wie zufällig verschüttet, gehäuft, oder großflächig im Raum verstreut, verändert die enthaltenen Bilder nicht.

Ein Werk, das sich mit der Zerlegung von Bildern in seine Einzelteile beschäftigt, und der damit verbundenen Auflösung von Wertigkeiten. Denn solange die einzelnen 21.314 Buchstaben keinem bestimmten Wort zugeführt werden, verlieren diese ihre Gewichtung von positiv und negativ.